Rückgabequoten im deutschen Online-Handel nach Kategorie — 2025
Bilanz Gesamtjahr 2025: Modeartikel werden in Deutschland 7× häufiger zurückgeschickt als Elektronik

Info
- Stichprobengröße
- n = 68.966
- Datenstand
- Gesamtjahr 2025
- Segment
- Alle Segmente
- Plattform
- Markt
- Deutschland
Analyse
Mode führt das deutsche E-Commerce-Retourengeschehen 2025 mit einer Rückgabequote von 5,9 % an – also rund eine Rücksendung auf je siebzehn Bestellungen –, während Elektronik mit 0,8 % den niedrigsten Wert aller gemessenen Kategorien verzeichnet. Die Lücke spiegelt einen strukturellen Unterschied im deutschen Kaufverhalten wider: Passformunsicherheit und gezieltes Bestellen mehrerer Größen sind tief im Modekonsum verwurzelt, und Branchenschätzungen sehen Deutschland damit zu den Ländern mit den höchsten Retourenquoten in Europa. Zalando reagierte im Januar 2025 auf diese Dynamik und verkürzte sein Rückgabefenster von 100 auf 30 Tage – bei der Erkenntnis, dass ohnehin über 90 % der deutschen Kundschaft innerhalb dieser Frist zurücksendet. Grocery, Beauty und Marktplätze liegen mit 1,3–1,8 % im Mittelfeld, jede Kategorie geprägt von eigenen Nachkaufdynamiken. Für Marken und Logistikdienstleister ist der Kategorienunterschied der stärkste Einzelhebel in der Kostenplanung der Rückwärtslogistik.
Diese Analyse basiert auf öffentlichen Segmentdaten. Für tiefergehende Einblicke nutzen Sie unsere Enterprise-Schnittstelle.
Methodik
Die Rückgabequoten werden auf Bestellebene für deutsche Online-Käufer:innen über das gesamte Jahr 2025 gemessen. Eine Bestellung gilt als erstattet, wenn mindestens ein enthaltener Artikel eine Rückerstattungs-, Rückgabe- oder Stornierungsbenachrichtigung ausgelöst hat. Händler sind in fünf Kategorien eingeteilt – Mode (z. B. Zalando, ABOUT YOU, H&M, ASOS, SHEIN), Marktplätze (z. B. Amazon, Temu, eBay, TikTok Shop), Elektronik (z. B. MediaMarkt, Saturn, Apple, Cyberport), Lebensmittel & Food (z. B. REWE, EDEKA, flaschenpost, HelloFresh) sowie Beauty & Drogerie (z. B. Douglas, dm, Rossmann, Flaconi) – anhand einer redaktionellen Händlerzuordnung. Es werden nur Kategorien mit mindestens 50 erfassten Bestellungen ausgewiesen.