YouTube Shorts vs. Long-Form: Nutzungsereignisse pro Nutzer in Deutschland — Januar 2025 bis Mai 2026
Bilanz Jan. 2025 – Mai 2026: Shorts-Aufrufe pro deutschen Nutzer stiegen um das 5,2-Fache von 48 auf 250 pro Monat — Long-Form-Aufrufe wuchsen dabei ebenfalls, von 29 auf 45

Info
- Stichprobengröße
- n = 28.884
- Datenstand
- Jan. 2025 – Mai 2026
- Segment
- Alle Segmente
- Plattform
- Browsing
- Markt
- Deutschland
Analyse
Die monatlichen Shorts-Nutzungsereignisse pro aktivem deutschen Nutzer stiegen zwischen Januar 2025 und Mai 2026 um das 5,2-Fache – von 48 auf 250. Entscheidend: Die Long-Form-Aufrufe pro Nutzer wuchsen im selben Zeitraum ebenfalls, von 29 auf 45, statt zu sinken. Der Kurzvideokonsum in Deutschland ist additiv, nicht kannibalistisch.
Warum Shorts das Long-Form-Format stärkt statt verdrängt
Branchendaten bestätigen dieses Muster: Laut YouTube-eigener Forschung stammen 74 % der Shorts-Aufrufe von Nicht-Abonnenten – das Format fungiert als Entdeckungskanal, der neue Zuschauergruppen zu längeren Inhalten führt. Kanäle, die Shorts und Long-Form kombinieren, wuchsen Berichten zufolge 41 % schneller als Kanäle mit nur einem Format. Für die deutsche Mediaplanung bedeutet das: Shorts- und Long-Form-Budgets sind komplementär, nicht konkurrierend. Die 5,2-fache Shorts-Beschleunigung spiegelt sowohl die stärkere algorithmische Förderung des Formats als auch eine gewachsene Scroll-Gewohnheit wider – ein Verhaltensshift, der angesichts stabiler Long-Form-Nutzung nachhaltig erscheint. Den übergeordneten Anteilsverlauf zeigt die Grafik zur YouTube Shorts Nutzungsdauer Deutschland.
Diese Analyse basiert auf öffentlichen Segmentdaten. Für tiefergehende Einblicke nutzen Sie unsere Enterprise-Schnittstelle.
Methodik
Die monatlichen Nutzungsereignisse pro aktivem Nutzer werden berechnet, indem die Gesamtzahl der Aufrufe je Format (Shorts ≤60 Sekunden; Long-Form >60 Sekunden) durch die Anzahl der einzigartigen aktiven Nutzer im jeweiligen Monat geteilt wird. Die Daten umfassen deutsche Nutzerinnen und Nutzer ab 16 Jahren mit bekanntem Geburtsjahr, eingeschränkt auf YouTube-Aufrufe mit verfügbaren Videolängeninformationen. Der Beobachtungszeitraum umfasst Januar 2025 bis Mai 2026.