Datapods
Guide

Wettbewerbsanalyse: Methoden, Vorlage und Beispiel

Was ist eine Wettbewerbsanalyse? Methoden, eine Vorlage und ein Beispiel, plus wie du Wettbewerber auf echten Kundendaten analysierst.

3 Min. Lesezeit

Deine Kunden kaufen auch woanders. Eine Wettbewerbsanalyse zeigt, bei wem, warum, und was du dagegen tun kannst.

Was ist eine Wettbewerbsanalyse?

Eine Wettbewerbsanalyse ist die systematische Untersuchung der Wettbewerber in einem Markt: ihrer Stärken, Schwächen, Angebote, Preise und Strategien. Ziel ist es, die eigene Position im Wettbewerb realistisch einzuschätzen und daraus konkrete Entscheidungen abzuleiten. Häufig wird sie synonym als Konkurrenzanalyse bezeichnet. Innerhalb einer Marktanalyse ist sie der Baustein, der sich auf die Wettbewerber konzentriert.

Eine gute Wettbewerbsanalyse beantwortet drei Fragen: Wer sind die relevanten Wettbewerber, wie gut sind sie aufgestellt, und wo lässt sich ein Vorteil erzielen?

Eine Wettbewerbsanalyse auf echten Daten zeigt, wie sich die Ausgaben eines Kunden über konkurrierende Marken verteilen (Share of Wallet).
Eine Wettbewerbsanalyse auf echten Daten zeigt, wie sich die Ausgaben eines Kunden über konkurrierende Marken verteilen (Share of Wallet).

Methoden der Wettbewerbsanalyse

Für die Analyse haben sich mehrere Methoden etabliert:

  • Porter's Five Forces: die fünf Wettbewerbskräfte einer Branche (Wettbewerber, neue Anbieter, Ersatzprodukte, Lieferanten, Abnehmer).
  • SWOT-Analyse: Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken im direkten Vergleich.
  • Benchmarking: der messbare Leistungsvergleich mit den besten Wettbewerbern.
  • Wettbewerbsmatrix: Wettbewerber entlang zweier Kriterien gegenüberstellen.

Kein Verfahren ist für sich vollständig. In der Praxis kombiniert man meist eine Struktur (Porter oder SWOT) mit einem konkreten Vergleich (Matrix oder Benchmark).

Porter's Five Forces lohnt einen genaueren Blick, weil es den Wettbewerb breiter fasst als nur die direkten Konkurrenten:

  • Rivalität unter Wettbewerbern: Wie hart ist der Verdrängungswettbewerb?
  • Bedrohung durch neue Anbieter: Wie leicht ist der Markteintritt?
  • Bedrohung durch Ersatzprodukte: Gibt es Alternativen außerhalb der Branche?
  • Verhandlungsmacht der Lieferanten: Wie abhängig ist man von Zulieferern?
  • Verhandlungsmacht der Abnehmer: Wie viel Druck können Kunden ausüben?

Wettbewerbsanalyse in 5 Schritten durchführen

  1. Wettbewerber identifizieren: direkte und indirekte Anbieter im relevanten Markt.
  2. Kriterien festlegen: Angebot, Preis, Zielgruppe, Kanäle, Positionierung.
  3. Informationen sammeln: Websites, Preise, Bewertungen, Marktdaten.
  4. Vergleichen und bewerten: die Wettbewerber in einer Matrix gegenüberstellen.
  5. Maßnahmen ableiten: wo ist ein Vorteil möglich, wo droht Gefahr?

Wettbewerbsmatrix: Vorlage und Beispiel

Eine Wettbewerbsmatrix stellt die Wettbewerber (Zeilen) den Vergleichskriterien (Spalten) gegenüber. So werden Muster und Lücken auf einen Blick sichtbar. Am Beispiel eines neuen Haferdrink-Anbieters:

WettbewerberPreisVertriebZielgruppe
Anbieter APremiumBio-HandelGesundheitsbewusst
Anbieter BPremiumSupermarktFamilien
Anbieter CGünstigDiscounterPreisbewusst (stationär)
Deine MarkeMittelOnline-AboPreisbewusst, digital

Die Matrix macht die Lücke sichtbar: preisbewusste Kundschaft im Online-Abo, die bisher niemand besetzt. Genau das wird zur Positionierung, statt einen der bereits besetzten Plätze anzugreifen.

Tools für die Wettbewerbsanalyse

Tools unterstützen vor allem das Sammeln: SEO- und Social-Media-Werkzeuge zeigen Sichtbarkeit und Reichweite der Wettbewerber, Web-Analytics und Marktdaten liefern Kontext. Die Bewertung und die Entscheidung bleiben Aufgabe der Analyse.

Sehen, wohin die Kunden wirklich gehen

Die klassische Wettbewerbsanalyse stützt sich auf öffentlich Sichtbares: Websites, Preise, Werbung, Geschäftsberichte. Das zeigt, was Wettbewerber tun, aber nicht, wohin die Kunden tatsächlich gehen.

Verhaltensdaten drehen die Perspektive um. Sie zeigen, bei welchen Wettbewerbern deine Kunden ebenfalls kaufen, wie sich ihre Ausgaben verteilen (Share of Wallet) und wer zu wem wechselt.

41 % der ABOUT-YOU-Käufer kaufen auch bei Zalando. Umgekehrt sind es nur 15 %.

Das zeigen Daten aus dem Datapods-Panel: Cross-Shopping ist selten symmetrisch. Der kleinere Anbieter teilt seine Kundschaft stark mit dem Marktführer, der Marktführer die seine kaum. Solche Muster zeigt nur echtes Kaufverhalten, nicht die öffentliche Selbstdarstellung.

41 % der ABOUT-YOU-Käufer kaufen auch bei Zalando, während nur 15 % der Zalando-Käufer bei ABOUT YOU kaufen (Quelle: Datapods-Panel).
41 % der ABOUT-YOU-Käufer kaufen auch bei Zalando, während nur 15 % der Zalando-Käufer bei ABOUT YOU kaufen (Quelle: Datapods-Panel).

Genau diese Lücke schließt unser Produkt für datenbasierte Wettbewerbsanalyse: Aus echten Transaktionen wird sichtbar, bei welchen Wettbewerbern deine Kunden ebenfalls kaufen und wo sie wechseln, statt aus dem, was öffentlich zu sehen ist.

Häufige Fragen

Was ist eine Wettbewerbsanalyse?
Eine Wettbewerbsanalyse ist die systematische Untersuchung der Wettbewerber in einem Markt: ihrer Stärken, Schwächen, Angebote, Preise und Strategien, um die eigene Position realistisch einzuschätzen.
Was ist der Unterschied zwischen Wettbewerbsanalyse und Konkurrenzanalyse?
Es gibt keinen. Beide Begriffe werden synonym verwendet und beschreiben dieselbe systematische Untersuchung der Wettbewerber.
Welche Methoden gibt es für die Wettbewerbsanalyse?
Gängige Methoden sind Porter's Five Forces, die SWOT-Analyse, Benchmarking und die Wettbewerbsmatrix. In der Praxis werden sie oft kombiniert.
Wie führt man eine Wettbewerbsanalyse durch?
In fünf Schritten: relevante Wettbewerber identifizieren, Vergleichskriterien festlegen, Informationen sammeln, in einer Matrix vergleichen und bewerten, und daraus Maßnahmen ableiten.
In der Praxis anwendenEntdecken: Wettbewerbsanalyse

Deine nächste große Erkenntnis ist nur eine Frage entfernt.

Sprich heute mit uns — und morgen mit deinen Kunden.

Demo buchen
Echte Menschen aus dem Panel — bereit für deine Fragen.