Viele Apps verdienen Geld mit Daten über dich, zum Beispiel mit Werbung, die auf dein Verhalten zugeschnitten ist. Du kannst selbst etwas davon abbekommen, wenn du deine Daten bewusst teilst. Hier liest du, welche Wege es dafür gibt und wie das bei Datapods konkret funktioniert.
Was Datenmonetarisierung bedeutet
Datenmonetarisierung heißt, mit Daten Geld zu verdienen. Meistens geht es dabei um Unternehmen: Sie nutzen Daten, um ihre Produkte zu verbessern und Werbung gezielter auszuspielen, oder sie verkaufen Auswertungen an andere Firmen.
Für dich als Privatperson geht es um die andere Seite. Die Daten entstehen bei dir, wenn du suchst, online einkaufst oder Videos schaust. Viele Dienste kosten dich kein Geld, weil sie sich über Werbung finanzieren, die auf diesen Daten aufbaut. Am Ertrag beteiligt bist du dabei nicht.
Datenmonetarisierung für Privatpersonen heißt deshalb: Du entscheidest dich bewusst dafür, Daten zu teilen, und bekommst dafür eine Gegenleistung. Das kann Geld sein, ein Rabatt oder ein Gutschein. Was deine Daten für Unternehmen überhaupt wert sind, haben wir in Was deine Daten wirklich wert sind zusammengetragen.
Welche Wege es für dich gibt
Deine Daten direkt an ein Unternehmen zu verkaufen, klappt als Einzelperson kaum. Für eine Firma lohnt es sich nicht, mit jedem Menschen einzeln zu verhandeln. In der Praxis läuft es deshalb fast immer über einen Anbieter, der viele Menschen zusammenbringt. Drei Modelle sind in Deutschland verbreitet.
Daten für Marktforschung teilen
Apps wie Datapods holen auf deinen Wunsch die Daten in die App, die Dienste wie Google oder Amazon über dich speichern. Wenn du diese Daten zusätzlich für Marktforschung freigibst, bekommst du dafür eine Datendividende. Anders als bei einer Umfrage geht es um Daten, die es schon gibt, nicht um neue Antworten von dir. Wie das bei Datapods abläuft, steht weiter unten.
Kundenkarten und Bonusprogramme
Bei Payback, der DeutschlandCard oder der Kundenkarte eines einzelnen Händlers sammelst du beim Einkaufen Punkte. Im Gegenzug sieht das Unternehmen, was du wann und wo kaufst. Laut Verbraucherzentrale bringen solche Karten meist einen Preisnachlass von einem halben bis zu drei Prozent. Bei Payback gibt es zum Teil einen Punkt pro Euro Umsatz, und ein Punkt ist einen Cent wert. Den eigentlichen Nutzen haben nach Einschätzung der Verbraucherzentrale die Unternehmen, denn für sie sind die Kundendaten bares Geld wert.
Microjob- und Umfrage-Apps
In diesen Apps sammelst du Punkte für kurze Umfragen, App-Downloads oder Werbevideos und tauschst sie später gegen Gutscheine oder Geld. Die Verbraucherzentrale schreibt dazu: Mit seriösen Apps kannst du kleinere Beträge dazuverdienen, große Summen solltest du aber nicht einplanen. Bei manchen Apps sind E-Mail-Adresse und Telefonnummer Pflicht, und danach kommt sehr viel Werbung. In einem Test der Verbraucherzentrale landeten innerhalb von vier Wochen über 10.000 Werbemails in einem eigens dafür angelegten Postfach.
Und dann gibt es Firmen, die mit deinen Daten Geld verdienen, ohne dich zu fragen oder zu bezahlen: Datenhändler. Sie kaufen Daten aus Apps und anderen Quellen ein, verknüpfen sie zu Profilen und verkaufen sie weiter. Wie du sie dort löschen lässt, erklärt unser Beitrag Daten bei Datenbrokern löschen.
Was erlaubt ist und was nicht
Daten gegen Geld zu teilen ist in Deutschland erlaubt. Die DSGVO verlangt aber, dass jede Verarbeitung personenbezogener Daten eine Rechtsgrundlage hat. Art. 6 DSGVO nennt sechs davon, darunter deine Einwilligung, einen Vertrag mit dir und das berechtigte Interesse eines Unternehmens. Wenn du Daten gegen eine Gegenleistung teilst, beruht das auf deiner Einwilligung oder auf einem Vertrag mit dem Anbieter.
Eine Einwilligung kannst du nach Art. 7 Abs. 3 DSGVO jederzeit widerrufen. Was bis dahin verarbeitet wurde, bleibt rechtmäßig, danach ist Schluss. Der Widerruf muss so einfach sein wie die Zustimmung selbst. Ein Anbieter, bei dem du dich mit einem Klick anmeldest, darf dich zum Aussteigen also nicht durch fünf Menüs schicken.
Auch wenn du Daten teilst, behältst du deine übrigen Rechte, zum Beispiel auf Auskunft, Löschung und Widerspruch. Was sie im Einzelnen bedeuten und wie du sie nutzt, steht in unserem Beitrag über deine Datenschutzrechte nach der DSGVO.
Verkaufen wie einen Gegenstand kannst du deine Daten übrigens nicht, denn an Daten gibt es kein Eigentum. Du erlaubst einem Anbieter, sie für einen bestimmten Zweck zu nutzen, und kannst diese Erlaubnis wieder beenden. Warum das so ist, erklärt unser Beitrag über Datenhoheit.
So funktioniert die Datendividende bei Datapods
Ja, mit Datapods kannst du Geld verdienen. Datapods zahlt dir täglich eine Datendividende dafür, dass deine Daten für Marktforschung genutzt werden dürfen. So läuft das ab:
- Accounts verbinden: Du lädst die App für iOS oder Android und verbindest unterstützte Accounts wie Google, Amazon, Apple, TikTok und Meta. Datapods holt die Daten, die diese Dienste über dich speichern, in deinen Datapod.
- Daten ansehen: In der App siehst du zum Beispiel deine Einkäufe und digitalen Gewohnheiten auf einen Blick. Das geht auch, wenn du nichts teilst.
- Teilen einstellen: Im Menü unter „Berechtigungen“ legst du fest, wie du deine Daten teilen möchtest. Einen Account zu verbinden und Daten zu teilen sind bei Datapods getrennte Entscheidungen.
- Datendividende bekommen: Sobald du Google verbunden, dein Profil ausgefüllt und deine Berechtigungen festgelegt hast, bekommst du täglich die Datendividende. Zusätzlich findest du unter „Verdienen“ Angebote wie Umfragen, die zu deinem Profil passen. Dein Guthaben, die Auszahlungswege und die Bedingungen für deinen Account findest du in der App.
- Jederzeit ändern: Du kannst eine Verbindung pausieren oder das Teilen beenden. Deinen Datapods-Account löschst du in den Einstellungen.
Wie viel du verdienst
Einen festen Betrag gibt es nicht. Wie hoch deine Datendividende ausfällt, hängt davon ab, welche Daten du verbunden hast und welche Bedingungen in der App gelten. Eine pauschal garantierte Auszahlung gibt es nicht. Was du bisher bekommen hast, siehst du jederzeit in deinem Guthaben.
Woher das Geld kommt
Hinter Datapods steht General Evidence, ein Marktforschungsunternehmen. Es hilft Unternehmen zu verstehen, wie Konsumenten sich verhalten, und arbeitet dafür mit Daten, die Menschen freiwillig teilen. Mit diesem Geschäft werden die Datendividende und die Auszahlungen in der App bezahlt. Betrieben werden beide Marken von der Datapods GmbH in Bonn.
Rohdaten geben wir nie weiter, Marktforscher bekommen nur zusammengefasste Auswertungen. Deine Daten sind im Ruhezustand mit AES-256 und bei der Übertragung mit TLS verschlüsselt. Verarbeitet und gespeichert werden sie auf Servern in der EU, in Amsterdam und Frankfurt.
Die Idee, Menschen am Ertrag ihrer Daten zu beteiligen, gibt es schon länger. Woher sie kommt und wo sie gerade Fuß fasst, liest du in Die Zukunft der Datenkontrolle.
Worauf du bei Anbietern achten solltest
Bevor du dich bei einem Anbieter anmeldest, der dir Geld oder Prämien für deine Daten bietet, lohnt ein Blick auf diese Punkte:
- Zustimmung:
- Du solltest getrennt entscheiden können, ob du einen Dienst nur nutzt oder auch Daten teilst. Und du solltest das Teilen jederzeit beenden können.
- Weitergabe:
- Der Anbieter sollte klar sagen, wer deine Daten bekommt und in welcher Form. Steht dazu nichts Konkretes in der Datenschutzerklärung, frag nach oder lass es.
- Auszahlung:
- Lies vor dem Start, wie und ab wann du an dein Geld kommst. Bei manchen Microjob-Apps steigt laut Verbraucherzentrale die nötige Punktzahl für die nächste Auszahlung.
- Sitz und Server:
- In der Datenschutzerklärung steht, wo das Unternehmen sitzt und wo deine Daten gespeichert werden. Bei einem Anbieter in der EU gilt die DSGVO direkt.
- Bewertungen:
- Lies Bewertungen auch außerhalb der App-Stores. Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass Bewertungen gefälscht sein können.
Und wenn eine App mehr über dich wissen will, als sie für ihren Zweck braucht, ist Nein eine gute Antwort.
Häufige Fragen
Kann man mit Datapods Geld verdienen?
Ja. Datapods zahlt dir täglich eine Datendividende dafür, dass deine Daten für Marktforschung genutzt werden dürfen. Dafür verbindest du Accounts wie Google oder Amazon und legst in der App im Menü unter „Berechtigungen“ fest, was du teilen möchtest. Wie hoch die Datendividende ausfällt, hängt von den verbundenen Daten ab. Eine garantierte Auszahlung gibt es nicht.
Wie viel Geld bekomme ich für meine Daten?
Einen festen Betrag gibt es nicht. Bei Datapods hängt die Datendividende davon ab, welche Daten du verbunden hast und welche Bedingungen in der App gelten. Dein Guthaben und die Auszahlungswege siehst du in der App. Zum Vergleich: Kundenkarten bringen laut Verbraucherzentrale meist einen Rabatt von einem halben bis zu drei Prozent auf deinen Einkauf.
Ist es legal, Daten gegen Geld zu teilen?
Ja. Die DSGVO verbietet das nicht, sie verlangt aber für jede Verarbeitung deiner Daten eine Rechtsgrundlage. Wenn du Daten gegen eine Gegenleistung teilst, ist das deine Einwilligung oder ein Vertrag mit dem Anbieter. Eine Einwilligung kannst du jederzeit widerrufen, und der Widerruf muss so einfach sein wie die Zustimmung.
Bekommen Marktforscher meine Rohdaten?
Bei Datapods nicht. Rohdaten geben wir nie weiter, Marktforscher bekommen nur zusammengefasste Auswertungen. Ob du überhaupt Daten für Marktforschung bereitstellst, entscheidest du in der App, und zwar getrennt davon, ob du einen Account verbindest.
Was ist Datenmonetarisierung?
Datenmonetarisierung heißt, mit Daten Geld zu verdienen. Unternehmen nutzen Daten zum Beispiel, um ihre Produkte zu verbessern und Werbung gezielter auszuspielen, oder sie verkaufen Auswertungen. Als Privatperson monetarisierst du deine Daten, wenn du sie bewusst teilst und dafür etwas bekommst, etwa eine Datendividende oder einen Rabatt.
Woher kommt das Geld für die Datendividende?
Von General Evidence, dem Marktforschungsunternehmen hinter Datapods. Es hilft Unternehmen zu verstehen, wie Konsumenten sich verhalten, und nutzt dafür Daten, die Menschen freiwillig teilen. Mit diesem Geschäft werden die Datendividende und die Auszahlungen in der App bezahlt. Betrieben wird Datapods von der Datapods GmbH in Bonn.





