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Incogni Erfahrungen: Kosten, Kündigung, Deutschland

Datapods8 Min.
Gemalte Frau mit breitkrempigem Hut, Gesicht im Schatten, in Violetttönen
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Incogni lässt deine Daten bei Datenbrokern löschen, ohne dass du jede Firma selbst anschreiben musst. Ob sich das für dich lohnt, hängt vor allem davon ab, was du erwartest und wo du wohnst. Hier geht es um Preise, Ablauf und Kündigung und darum, wie gut der Dienst von Deutschland aus funktioniert.

Alle Angaben zu Incogni stammen von der Website und aus dem Hilfe-Center des Anbieters (Stand: Oktober 2026).

Was ist Incogni und wie funktioniert es?

Incogni auf einen Blick
Was der Dienst machtSchickt in deinem Namen Löschanfragen an Datenbroker und wiederholt sie, solange dein Abo läuft
AbdeckungÜber 420 Datenbroker (Angabe von Incogni)
In DeutschlandVerfügbar, wie in allen EU-Ländern
Preis Standard5,99 € pro Monat im Jahresabo (71,88 € im Jahr) oder 11,98 € bei monatlicher Zahlung, ggf. zzgl. MwSt.
Geld-zurück-Garantie30 Tage, für alle Tarife
KündigungOnline im Account unter Profil, „Subscription & billing“
Rechtsgrundlage in der EUDSGVO

Incogni ist ein Abo-Dienst gegen Datenbroker. Das sind Firmen, die Namen, Adressen, Telefonnummern und andere Angaben sammeln, zu Profilen zusammenführen und weiterverkaufen. Du hinterlegst bei Incogni einmal deine Daten, zum Beispiel Name, Adresse und E-Mail-Adresse. Danach stellt der Dienst die Löschanfragen für dich.

Incogni unterscheidet dabei zwei Arten von Brokern. Personensuchseiten veröffentlichen Profile im Netz. Diese Seiten durchsucht Incogni regelmäßig nach deinen Daten und lässt Treffer entfernen, allerdings nur für Nutzer in den USA. Für Menschen in der EU durchsucht Incogni diese Seiten nach eigenen Angaben nicht, weil sie dort meist keine Daten über Europäer finden. Andere Broker führen private Datenbanken, in die von außen niemand hineinschauen kann. An sie schickt Incogni vorsorglich Löschanfragen, wenn dein Wohnort darauf hindeutet, dass sie deine Daten haben könnten.

Eine einzelne Anfrage reicht selten. Viele Broker nehmen gelöschte Profile nach einiger Zeit wieder auf. Incogni schickt deshalb wiederkehrende Anfragen, solange du zahlst, und schickt dir jeden Monat einen Bericht über den Stand.

Funktioniert Incogni in Deutschland? Gibt es Incogni auf Deutsch?

Ja, Incogni funktioniert in Deutschland. Der Dienst steht Menschen mit Wohnsitz in allen EU-Ländern offen, außerdem in der Schweiz, in Norwegen, Island, Liechtenstein, Großbritannien, Kanada und den USA. Die Anfragen stützen sich auf das Datenschutzrecht des jeweiligen Landes, bei uns also auf die DSGVO. Incogni weist selbst darauf hin, dass der Umfang der Löschung deshalb je nach Wohnort anders ausfallen kann.

Nicht jeder Tarif ist hier buchbar. Protect und Concierge bietet Incogni nur in den USA an. Standard, Unlimited und die beiden Familientarife sind nicht auf die USA beschränkt.

Eine deutsche Version gibt es nicht. Website, Anmeldung, Dashboard und Support laufen bei Incogni nur auf Englisch.

Was kostet Incogni? Preise und Abos 2026

Incogni hat vier Tarife, die du von Deutschland aus buchen kannst. Die Preise unten stammen von der Preisseite (Stand: Oktober 2026).

Preise und Abos 2026
TarifJahresabo, pro MonatJahresabo, pro JahrWas dazukommt
Standard5,99 €71,88 €Automatische Löschung bei über 420 Brokern
Unlimited11,99 €143,88 €Zusätzlich eigene Löschaufträge für Seiten, die nicht in der Liste stehen, und Support per Telefon
Family12,99 €155,88 €Wie Standard, für bis zu fünf Personen
Family Unlimited19,99 €239,88 €Wie Unlimited, für bis zu fünf Personen

Monatlich zahlen geht auch, ist aber teurer. Dann kostet Standard 11,98 € im Monat, Unlimited 23,98 €, Family 25,98 € und Family Unlimited 39,98 €. Die Jahresabos zahlst du im Voraus. Je nach Land kommt noch Mehrwertsteuer dazu.

Incogni selbst rät eher zum Jahresabo. Manche Anfragen brauchen länger als 30 Tage, und wer nach einem Monat kündigt, hat dann womöglich nur einen Teil erledigt. Ein kostenloses Abo gibt es nicht. Was es gibt, ist eine 30-Tage-Geld-zurück-Garantie für alle Tarife.

Incogni Erfahrungen: Was Nutzer berichten

Erfahrungsberichte zu Incogni findest du vor allem auf Trustpilot und in Reddit-Threads, etwa im offiziellen Subreddit r/Incogni_Official.

Beim Lesen solcher Berichte hilft es, eine Sache aus dem Hilfe-Center von Incogni zu kennen. Im Dashboard zählt ein Broker als „Completed“, wenn er deine Daten gelöscht hat oder wenn er gemeldet hat, dass er gar keine Daten über dich hatte. Eine hohe Zahl abgeschlossener Anfragen heißt also nicht, dass genauso viele Profile über dich existiert haben.

Auch beim Thema Spam lohnt ein nüchterner Blick. Nicht jede Werbemail und nicht jeder Anruf kommt über einen Datenbroker. Manche Firmen haben deine Adresse, weil du dort einmal einen Account angelegt oder etwas bestellt hast. Solche Daten fasst Incogni nicht an, die musst du beim jeweiligen Anbieter selbst löschen lassen. Wie das geht, steht in unserer Anleitung zum Löschen deiner Daten.

Ist Incogni seriös? Die rechtliche Grundlage

Rechtlich ist das, was Incogni macht, nichts Besonderes. Die DSGVO gibt dir das Recht, von einem Unternehmen die Löschung deiner Daten zu verlangen (Art. 17) und der Nutzung für Werbung zu widersprechen (Art. 21). Diese Rechte kannst du selbst wahrnehmen oder einen Dienst wie Incogni damit beauftragen. Die Anfragen laufen dann in deinem Namen.

Was für den Dienst spricht, ist die Nachvollziehbarkeit. Du siehst im Dashboard für jeden Broker, wann eine Anfrage rausging und welchen Status sie hat. Reagiert ein Broker nicht innerhalb der gesetzlichen Frist, fragt Incogni nach und eskaliert bei wiederholtem Schweigen. Dazu kommen die Geld-zurück-Garantie und eine Kündigung, die du online selbst erledigst.

Eins solltest du trotzdem bedenken: Damit Incogni Anfragen stellen kann, gibst du dem Dienst genau die Daten, die du anderswo loswerden willst. Lies deshalb vor der Anmeldung die Datenschutzerklärung von Incogni. Welche Rechte du gegenüber Unternehmen hast, erklärt unser Artikel über deine Datenschutzrechte.

Wie lange dauert die Löschung?

Das hängt vom Broker ab. Laut Incogni reagieren manche innerhalb von Stunden, andere brauchen Wochen. Die erwartete Dauer für jeden einzelnen Broker zeigt dir das Dashboard.

Die DSGVO setzt einen Rahmen: Ein Unternehmen muss auf eine Löschanfrage innerhalb eines Monats reagieren. In schwierigen Fällen darf es die Frist um zwei weitere Monate verlängern, muss dir das aber innerhalb des ersten Monats mitteilen und begründen (Art. 12 Abs. 3 DSGVO). Bis alle Anfragen durch sind, kann es also dauern.

Im Dashboard begegnen dir vor allem diese Status:

  • In progress: Die Anfrage ist raus, Incogni wartet auf eine Antwort.
  • Completed: Der Broker hat gelöscht oder gemeldet, dass er keine Daten über dich hat.
  • Suppressed: Der Broker hat dich auf seine Sperrliste gesetzt und sammelt keine neuen Daten über dich.
  • Monitoring: Die erste Anfrage ist erledigt, Incogni schickt in Abständen neue, falls der Broker deine Daten wieder aufnimmt.
  • Escalated: Der Broker hat auf mehrere Anfragen nicht reagiert, und Incogni macht Druck.

Incogni kündigen: So geht's

Du kannst dein Abo online kündigen:

  1. Melde dich in deinem Incogni-Account an.
  2. Klick oben rechts auf deine E-Mail-Adresse, auf dem Handy auf das Profil-Symbol.
  3. Öffne „Profile“.
  4. Wähle links „Subscription & billing“.
  5. Klick neben deinem Tarif auf „Manage billing“.
  6. Wähle „Cancel subscription“ und folge den Schritten.

Stattdessen kannst du dich auch an den Support wenden. Hast du Incogni über NordVPN, Surfshark oder Coveron gekauft, kündigst du beim jeweiligen Anbieter.

Nach der Kündigung läuft dein Abo bis zum Ende der bezahlten Zeit weiter. Danach hören die wiederkehrenden Anfragen auf, und Broker können deine Daten wieder aufnehmen. Die Kündigung allein bringt kein Geld zurück. Liegt der Kauf weniger als 30 Tage zurück, musst du die Erstattung über die Geld-zurück-Garantie extra beantragen.

Wenn du nach der Kündigung nicht ganz ohne Schutz dastehen willst, kannst du Datapods Shield weiterlaufen lassen. Es ist kostenlos, wenn du drei Datenquellen in der App verbindest.

Incogni oder Datapods Shield?

Wenn du in Deutschland lebst und vor allem bei Datenbrokern gelöscht werden willst, gibt es auch Datapods Shield. Shield ist Teil der Datapods App und schickt Löschanfragen an rund 50 Datenbroker. Die Anfragen gehen schrittweise raus und werden regelmäßig automatisch im Hintergrund wiederholt. In der App siehst du für jeden Broker, ob die Anfrage angefragt, abgeschlossen, unterdrückt oder abgelehnt ist, und wann eine Antwort fällig ist.

Shield ist auf Nutzer in Deutschland und Europa ausgelegt. Statt einer möglichst langen Liste geht Shield gezielt die rund 50 Datenbroker an, die für Menschen hier relevant sind. Incogni deckt nach eigener Angabe über 420 Broker ab. Darunter sind aber viele, die vor allem in den USA oder anderen Ländern arbeiten und von Menschen in Europa oft gar keine Daten haben. Incogni weist selbst darauf hin, dass der Umfang der Löschung vom Wohnort abhängt.

Der größte Unterschied liegt beim Preis. Shield kostet 7,99 € im Monat oder 44,99 € im Jahr, und mit drei verbundenen Datenquellen zahlst du gar nichts. Die Datapods App hat im App Store und bei Google Play zusammen eine Bewertung von 4,4 Sternen.

Shield in der App ausprobieren

Datapods Shield in der App: Übersicht der Löschanfragen an Datenhändler mit Verlauf von angefragten und abgeschlossenen Anfragen
Shield in der Datapods App (Beispielansicht)

Shield ist in der Datapods App enthalten, wenn du drei Datenquellen verbindest. Sonst kostet es 7,99 € im Monat oder 44,99 € im Jahr. Wie sich beide Dienste im Detail unterscheiden, steht im Vergleich von Datapods Shield und Incogni. Mehr über Datenbroker und wie du selbst gegen sie vorgehst, liest du in unserem Artikel Datenbroker: Daten löschen lassen. Ob deine E-Mail-Adresse in einem Datenleck aufgetaucht ist, prüfst du mit dem Datenleck-Check.

Häufige Fragen

Was kostet Incogni?

Das Standard-Abo kostet 5,99 € im Monat, wenn du für ein Jahr buchst, also 71,88 € im Jahr. Bei monatlicher Zahlung sind es 11,98 € im Monat. Die anderen Tarife kosten im Jahresabo zwischen 11,99 € und 19,99 € im Monat.

Gibt es Incogni kostenlos?

Nein, einen Gratis-Tarif bietet Incogni nicht an. Du kannst den Dienst aber 30 Tage lang ausprobieren und dir das Geld zurückholen, wenn er dich nicht überzeugt.

Ist Incogni in Deutschland legal?

Ja. Incogni nutzt die Rechte, die dir die DSGVO gibt, vor allem das Recht auf Löschung, und stellt die Anfragen in deinem Namen. Das könntest du auch selbst tun, nur mit deutlich mehr Aufwand.

Wie kündige ich Incogni?

Melde dich an und öffne über deine E-Mail-Adresse oben rechts das Profil. Unter „Subscription & billing“ findest du bei „Manage billing“ die Option „Cancel subscription“. Wenn du über NordVPN, Surfshark oder Coveron gebucht hast, kündigst du dort.

Bekomme ich mein Geld zurück?

Incogni gibt auf alle Tarife eine 30-Tage-Geld-zurück-Garantie. Eine Kündigung allein löst keine Erstattung aus, die musst du gesondert anfordern.

Löscht Incogni alle meine Daten im Internet?

Nein. Incogni kümmert sich um Datenbroker und Personensuchseiten. Accounts bei Diensten, die du selbst nutzt, etwa beim Online-Shop oder in sozialen Netzwerken, bleiben davon unberührt. Mit dem Unlimited-Tarif kannst du zusätzlich eigene Löschaufträge für Seiten außerhalb der Broker-Liste stellen.

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